Beispielhafte Altbausanierung mit Signalwirkung

Modernes Stadthaus mit Geschäftsbereichen und grünem Dach

Beispielhafte Altbausanierung mit Signalwirkung

Das Projekt
Nach langer Suche nach einem Eigenheim stieß die Freiburger Familie Grießbach auf ein geeignetes Objekt – einen Altbau aus dem 19. Jahrhundert. Das Architekten-Ehepaar führte die Planung selbst durch: „Dank unserer Erfahrung mit Mehrfamilienpassivhäusern und Altbausanierungen kam uns die Idee, das vorhandene Gebäude mit passivhaustauglichen Komponenten zu sanieren und in Holzbauweise zu erweitern. Unser Ziel war ein beispielhaftes Gebäude mit Signalwirkung.“ Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Wohngebäude errichtet. Die rückwärtige Tabakfabrik wurde um 1910 angebaut. Da die einfachverglasten Fenster undicht waren,
trat im Bestand an einigen Stellen Schimmel auf. Während der 18-monatigen Planungszeit verfestigte sich der Wunsch nach einer energetisch optimalen Sanierung: „Konsequent setzten wir unsere Philosophie eines perfekten Stadthauses mit Geschäftsbereichen in den unteren Geschossen und Wohnungen in den Obergeschossen um“. Wichtig war den beiden Architekten vor allem, die
vorhandene Struktur des Gebäudes beizubehalten. So blieb der Schreibwarenladen im Vorderhaus auch während der Bauphase geöffnet.

Maßnahmen
Die beiden Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss wurden modernisiert. Die Dachgeschosswohnung wurde um ein Geschoss zur Maisonette-Wohnung erweitert. Im Rückgebäude wurden die ursprünglich als Tabakfabrik genutzten loftartigen Stockwerke im Unter- und Erdgeschoss zu einem Architekturbüro umgebaut. In der ehemaligen Fabriketage im ersten Obergeschoss entstand eine Loftwohnung. Insbesondere die Maisonette-Wohnung im dritten Ober- sowie im Dachgeschoss des Haupthauses  ist interessant: Die ehemals ungedämmte Dachgeschosswohnung wurde über zwei Ebenen neu in Holzrahmenbauweise errichtet.
Die vormontierten Bauteile wurden in nur zwei Tagen einschließlich Dachkonstruktion angebracht. Außerdem wurden alle Dachflächen begrünt. Aus energetischer Sicht wurde die Gebäudehülle auf Passivhausniveau gedämmt. Fenster und Haustechnik wurden mit passivhaustauglichen Komponenten installiert. Die Lüftung der Wohneinheiten erfolgt über eine dezentrale Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Aufgrund der innerstädtischen Lage mussten die Grießbachs jedoch ein paar Kompromisse eingehen. So konnte wegen des schmalen Fußweges das Erdgeschoss nicht weiter gedämmt werden. Die Dämmung der Kellerwände war aufgrund einer benachbarten Tiefgarage nur an zwei Seiten möglich.

Ergebnisse
Die Familie Grießbach ist äußerst zufrieden: „Unsere Anforderung an die Energieeinsparung wurde vollständig erfüllt und der erwartete Wohnkomfort bei weitem übertroffen. Bei jeder einzelnen Wohnung handelt es sich um ein Unikat mit besonderem Wohngefühl.“